Die sogenannte Energiewende




NF Diskussion

Die sogenannte Energiewende

Beitragvon Sarastro » Mo 10. Feb 2014, 14:57

Mal sehen, wer am Ende zahlt und welche Gemeinden die neuen Großmasten aufstellen.

=== Energiewende: Vom Winde verweht

So langsam wird sie konkret. Gemeint ist die sogenannte Energiewende. Am Mittwoch haben die Netzbetreiber Tennet und Transnet BW den Korridor für die neue 800 Kilometer lange Haupttrasse SuedLink von Schleswig-Holstein bis nach Bayern vorgestellt. Diese soll bis 2022 realisiert werden.
... Die ersten Proteste gegen dieses Mammutprojekt, das mit Masthöhen von 60 bis 70 Metern die Landschaft durchpflügt, formieren sich bereits. Ziel ist es, Strom von den Offshore-Windparks in der Nordsee außerhalb der Zwölf-Seemeilen-Zone in den Süden Deutschlands zu transportieren.

Dazu befinden sich derzeit Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2.400 Megawatt (MW) im Bau, nochmal 9.000 MW sind genehmigt und weitere 30.000 MW sollen dazukommen. Ein gigantisches Vorhaben, das seinen Preis hat. Die Kosten für den Ausbau des Leitungsnetzes sollen mindestens zehn Milliarden Euro betragen. Bislang konnte kein Offshore-Windpark in Betrieb gehen. Selbst der fertiggestellte Windpark Riffgat bei Borkum schwächelt. Als er im letzten Sommer eröffnet wurde, konnte er noch nicht an das Netz angeschlossen werden, deshalb wurden monatlich rund 22.000 Liter Diesel verfeuert, damit die Anlage bewegt werden konnte, um nicht einzurosten. Ob der Windpark nun bald ans Netz gehen kann, ist noch offen. Der Betreiber eines anderen Windparks, Bard 1 bei Sylt mit einem Investitionsvolumen von rund drei Milliarden Euro hat Ende letzten Jahres das Licht ausgemacht. Auch die Schlagzeilen um die Schwierigkeiten beim Windkraftanlagenbauer Prokon zeigen, dass viele Blütenträume der Energiewende buchstäblich vom Winde verweht wurden.

... Die Eingriffe in die Energiewirtschaft werden zur Deindustrialisierung in energieintensiven Branchen und zur Zuteilung von Stromverbrauchszeiten führen. Wir werden die wohlstandsfeindlichen Folgen der zentral verwalteten Energiewirtschaft in Deutschland beobachten können. Denn die ökonomischen Gesetze sind von der Politik unbezwingbar.“ Das ist heute immer noch richtig!
Daher gilt auch hier: lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Der Ausstieg aus der Kernkraft ist wohl mangels Akzeptanz in Deutschland endgültig. Um die Lücken in Süddeutschland zu schließen, müsste deshalb das eine oder andere Gaskraftwerk gebaut werden. Das wäre es dann aber auch schon. Alles andere ist Unsinn.

von Frank Schäffler

http://ef-magazin.de/2014/02/07/4941-en ... de-verweht
-> ef-magazin.de/2014/02/07/4941-energiewende-vom-winde-verweht


=== Gegner der Stromtrasse haben keine Chance

Wie eine Filmszene lief diese Woche die Enteignung eines Grundstücks in Berlin ab. Ein Trupp von Behördenvertretern entert das Grundstück an der Neuköllner Straße, das für die Stadtautobahn A 100 gebraucht wird. Der Besitzer, ein kleiner Gewerbetreibender, steht mit Frau und drei Kindern vor den Männern und weiß nicht, wie ihm geschieht. Er erwarte umgehend die Übergabe des Grundstücks, sagt der Behördenleiter ... Meist sieht die Wirklichkeit anders aus – unspektakulärer. Enteignungen sind in Deutschland das letzte Mittel, wenn Allgemeinwohl und Eigennutz nicht anders auf einen Nenner zu bringen sind. Ganze 6,8 Prozent aller Verfahren vor deutschen Verwaltungsgerichten befassen sich überhaupt mit Fragen der Raumordnung, nur ein Bruchteil davon mit Enteignungen. Sie sind die große Ausnahme.

Doch das könnte sich ändern – ein Boom von Verfahren zeichnet sich ab. Szenen wie an der Neuköllner Straße könnte es künftig häufig geben. Denn in den nächsten Jahren werden die Betreiber von Hochspannungsnetzen 2800 Kilometer neue Stromautobahnen durch Deutschland ziehen und weitere 2900 Kilometer aufrüsten.

... In Nordhessen wehren sich Bürgerinitiativen gegen die "Hauptschlagader der Energiewende", in der Oberpfalz riecht es nach Revolution. Durch das Territorium der 8000-Seelen-Gemeinde Berg bei Neumarkt will die Netzfirma Amprion eine weitere Stromautobahn, die Süd-Ost-Trasse, ziehen.
"Empörung ist zu harmlos, das ist schon an der Grenze zur Militanz", beschreibt Helmut Himmler, der Bürgermeister von Berg, die Atmosphäre. "Je näher die Menschen an der Trasse wohnen, umso stärker sind Wut und Zorn."
Dass die weitflächig übers Land verteilte neue Wutbürger-Generation ihre Grundstücke immer freiwillig herausrückt, steht nicht zu erwarten – zumal es vielen nicht ums Geld geht, sondern ums Prinzip. "Wir sehen hier oft die klassische Nimby-Position", beobachtet Durinke. "Nimby", das heißt "Not in my backyard": Nicht in meinem Hinterhof. Energiewende ja, die Anlagen dafür aber bitte anderswo.

Doch Totalverweigerer werden es schwer haben. Das Grundgesetz garantiert das Eigentum, verpflichtet es aber auch zum Dienst am Allgemeinwohl. Enteignungen sind damit möglich, wenn auch nur als Akt staatlicher Hoheitsausübung und gegen Entschädigung.
Eine Behörde – welche genau, legt Landesrecht fest – führt die Verfahren durch. Die Anträge kommen, so sieht es der Verfahrensweg vor, von den Netzbetreibern. Die sind zum Netzausbau verpflichtet – das legt der Bundesbedarfsplan fest, den Bundestag und Bundesrat im Sommer 2013 gemeinsam beschlossen haben.

... Zudem blieben die genutzten Grundstücke im Besitz des bisherigen Eigentümers, auch wenn Leitungen darüber gezogen oder ein Mast darauf gebaut werde.
Nur entsprechende Verpflichtungen – im Immobilienjargon "Grunddienstbarkeiten" – nehme man in Anspruch. "Wir enteignen nicht", sagt eine Tennet-Sprecherin.
Juristen würden das kaum so stehen lassen. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (Paragraph 45) umfassen Enteignungen sowohl die Entziehung von Grundeigentum (also den regelrechten Besitzwechsel) als auch dessen Beschränkung (also Grunddienstbarkeiten à la Tennet).
"Der Grundstückeigentümer muss die Überspannung dulden. Ihm wird also ein Teil der Eigentumsbefugnis entzogen", erläutert Durinkes Kanzleikollege Siegfried de Witt in einem Fachaufsatz. Und normalerweise werde übrigens der Teil des Grundstücks, auf dem der Mast zu stehen komme, voll enteignet.

Zunächst erscheint es verblüffend, dass der Staat Enteignungen zugunsten von Privatfirmen durchzieht – nichts anderes sind die Netzbetreiber ja. Doch nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sei dies zulässig, so de Witt, denn: "Anlagen der Energieversorgung dienen unmittelbar dem Wohl der Allgemeinheit."
Das Energiewirtschaftsgesetz geht einen Schritt weiter. Wenn "der sofortige Beginn von Bauarbeiten" für überörtliche Energieleitungen geboten ist, kann die Enteignungsbehörde die Leitungsbauer auf Antrag "vorzeitig in den Besitz einweisen". Will sagen: Bauarbeiten können beginnen, wenn die Enteignung noch nicht vollzogen ist.
Ob strittig oder nicht – eine Entschädigung muss in jedem Fall fließen. Bislang, versichern Juristen und Netzbetreiber, gelinge eine Einigung dazu fast immer einvernehmlich. Für die Betreiber von Hochspannungsnetzen ist es besonders wichtig, dass sie einen Konsens mit den Bauern finden – und um die geht es meist. Rund 90 Prozent der Flächen, die vom Leitungsbau betroffen sind, werden landwirtschaftlich genutzt.

... Die Höhe von Entschädigungen für privat genutzte Wohnhäuser richtet sich nach dem Verkehrswert, also dem in der Regel von einem Gutachter ermittelten Betrag, der bei einem regulären Verkauf am Markt zu erzielen wäre. Entsprechend können die Summen zwischen fünfstelligen Beträgen für abgewohnte Katen in der niederdeutschen Tiefebene und vielleicht einer halben Million Euro für komfortable Neubauten in bester bayerischer Lage schwanken.
Organisationen wie RWE Power, der Betreiber der Braunkohlegruben im Rheinland, machen Immobilienbesitzern Einigungen zudem mit Extras schmackhaft, wie Zuschüsse für Umzüge und neue Gärten.
Eine "Umsiedlerfibel" der Kölner Bezirksregierung listet einen ganzen Katalog auf. Anders als bei den Tagebauen, für die ganze Dörfer weggebaggert werden, dürfte es für die Stromautobahnen aber kaum Abrisse von Häusern geben. Wo immer möglich, werden die Leitungen Abstand zu Wohngebieten halten oder – in Ballungsgebieten – unter die Erde verlegt. Das ist viermal so teuer wie Freileitungen. Die Kosten tragen die Stromverbraucher.

... Die Netzkonzerne ärgert, dass Bayern ein Moratorium für neue Stromleitungen verhängt hat – obwohl der Bundesbedarfsplan mit den Stimmen der Regierungspartei CSU beschlossen wurde.
Bürgermeister Himmler, ein SPD-Mann, nutzt die Gelegenheit: "Die Regierung Seehofer hat die Windkraft in Bayern abgewürgt, aber die Trasse will sie auch nicht. Woher soll dann der Strom kommen?", fragt sich nicht nur Himmler.
Jedenfalls nicht aus dem Kernkraftwerk Isar. Das wird planmäßig 2022 als eines der letzten abgeschaltet. Bliebe der Windstromimport aus dem hohen Norden. Acht Jahre sind keine lange Zeit für den Bau von Stromautobahnen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article12 ... hance.html
-> welt.de/wirtschaft/article124675495/Gegner-der-Stromtrasse-haben-keine-Chance.html


=== Kommentar - Japans Energiewende

... In Tokio ist am Sonntag der populäre frühere Regierungschef Koizumi gescheitert. Seine „Atomkraft, nein danke“-Kampagne hat bei der Wahl zum Governeur nicht gezogen. Gewonnen haben die Befürworter der Rückkehr zur Atomwirtschaft. Natürlich fürchten auch Japaner die radioaktive Strahlung. Sie wissen aus eigener schlimmer Erfahrung, dass man Politikern, Behörden und Energiekonzernen längst nicht alles glauben darf. Vor allem im Umgang mit Lebensmitteln sind die ernährungsbewussten Japaner skeptischer als die Deutschen.

Aber Japan ist zugleich pragmatisch. Die größte Sorge der Japaner ist die Frage, wie die Wirtschaft wieder zum Laufen gebracht werden kann. Nach zwei Jahrzehnten der Stagnation sehnt sich das Land nach Wachstum, damit die Einkommen endlich wieder steigen. Hinzu kommt eine Frage, die auch Deutschland zunehmend beschäftigen wird. Wie kann eine alternde Gesellschaft soziale Sicherheit bieten, ohne die schrumpfende Zahl der Jungen zu überfordern? Energiepreise spielen bei den Antworten auf beide Fragen eine entscheidende Rolle.

Seit Fukushima stehen die zahlreichen japanischen Atomkraftwerke still. Die Lücke in der Energieversorgung wurde mit der Einfuhr von Gas geschlossen. Allerdings ist das Gas in Japan doppelt so teuer wie in Europa und fünfmal so teuer wie in Nordamerika, wo Gas durch das ökologisch strittige Fracking besonders günstig ist.

Im globalen Wettbewerb kann die japanische Industrie diesen großen Kostennachteil auf Dauer nicht aushalten. Auf Drängen der Wirtschaft kündigte Japans Regierung kurz vor der Wahl in Tokio sogar den Bau neuer Atomreaktoren an. Was heißt das für Deutschland? Man muss sich die Energiewende leisten können.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/k ... 93397.html
-> faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-japans-energiewende-12793397.html
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Re: Die sogenannte Energiewende

Beitragvon Sarastro » Do 21. Mär 2019, 11:35

Gasturbinen für die Windkraft.

=== Jeden dritten Tag hilft Linzer Kraftwerk den Deutschen aus

Die Instabilität des deutschen Stromnetzes fordert die Linz AG. Weil der unregelmäßig erzeugte Windstrom aus Norddeutschland wegen mangelnder Leitungskapazitäten nur schwer zu den großen Abnehmern der Industrie im Süden transportiert werden kann, müssen südliche Stromerzeuger immer kurzfristiger "dagegenhalten".
Die Linz AG musste im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2017/18 an exakt 100 Tagen einspringen und die Gasturbinen anwerfen, um die Netzstabilität in Europa aufrechtzuerhalten. Das waren 18 Tage mehr als im Jahr davor. "Ohne unsere flexiblen Gaskraftwerke wären die Netze nicht aufrechtzuerhalten gewesen", sagte Vorstandsdirektor Wolfgang Dopf gestern bei der Präsentation der Bilanz.

https: //www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/wirtschaftsraumooe/jeden-dritten-tag-hilft-linzer-kraftwerk-den-deutschen-aus;art467,3096930
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Re: Die sogenannte Energiewende

Beitragvon Sarastro » Di 9. Apr 2019, 10:08

Schule schwänzen für die Freitagsdemo. Dazu ein Blick nach Frankfurt.

Und wie stehen Sie zu dem Vorwurf, die Demo würde das Fernbleiben der Schüler*innen vom Schulunterricht nicht rechtfertigen.

Antwort von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne)
„Schule soll auch zu selbstständig denkenden, politisch aktiven Menschen erziehen. Menschen, die für ihre Zukunft einstehen, die nicht alles akzeptieren, was ihnen vorgeschlagen wird. Menschen, die uns Politikerinnen und Politiker auch den Spiegel vorhalten und fragen, tut Ihr genug? Macht Ihr das Richtige? Ich freue mich darüber, dass die Schülerinnen und Schüler der Bewegung jetzt auf die Straße gehen und genau das tun. Sie haben all unsere Unterstützung verdient und nicht unseren Widerstand.

http: //frizz-frankfurt.de/magazin/fridays-for-future-schuleschw%C3%A4nzen-f%C3%BCr-die-umwelt/
Dem internationalen Aufruf der Schulstreik-Bewegung „Fridays for Future“ folgten in Frankfurt gestern rund 6000 Schüler und andere Demonstranten. Sie protestierten in der Innenstadt gegen die derzeitige Klimapolitik. Während SPD, Grüne und Linke die Aktion ausdrücklich unterstützten, kamen aus der CDU auch kritische Töne.

Frankfurt - Von der globalen Erwärmung war gestern nicht viel zu spüren. Bei nasskaltem Wetter versammelten sich die „Fridays-for-Future“-Unterstützer gegen Mittag an der Bockenheimer Warte. Zahlreiche Schüler aus Frankfurt und dem Umland waren dem Aufruf der von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg ins Leben gerufenen Schulstreik-Bewegung gefolgt. Sie hatten den Unterricht sausenlassen, um auf der Straße gegen die derzeitige Klimapolitik zu protestieren.
...

Politische Rückendeckung erhielten die jugendliche Demonstranten von SPD, Grünen und Linken. Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel bezeichnete die Kundgebungen als richtigen und wichtigen Weg. „Es sind die Kinder und Jugendlichen, die morgen die Konsequenzen dessen tragen müssen, was wir heute versäumen“, sagte er.
...

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) lud die schwedische Erfinderin der Schulstreik-Bewegung zu einem Besuch ein. „Ich teile die Ziele der protestierenden Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz von ganzem Herzen“, schrieb Feldmann auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. „Es wäre großartig, wenn auch die Mit-Initiatorin, Greta Thunberg, nach Frankfurt kommen würde. Ich lade sie herzlich zu uns ein!“

Auch Frankfurts Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) lobte die protestierenden Schüler. „Es ist gut, dass Jugendliche und junge Erwachsene für ihre Zukunft demonstrieren und gleichzeitig an ihren Schulen für den Klimaschutz handeln“, erklärte Weber.

https ://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-hessen-rund-6000-demonstranten-zogen-fridays-future-durch-innenstadt-11858866.html
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Re: Die sogenannte Energiewende

Beitragvon Sarastro » Di 1. Okt 2019, 16:59

Zum Thema Klimawandel und Datenmanipulation.

=== Keine Belege für Temperaturanstieg geliefert - 2019

Der Klimawissenschaftler Michael Mann hat den schnellen Temperaturanstieg behauptet und fühlte sich verleumdet, weil Gegenspieler Tim Ball genau das bestreitet. Doch Klima-Mann legte keine Beweise für seine weltbewegende Hypothese vor und muss daher die Kosten für das eingestellte Verfahren übernehmen.

Nein, es kommt zu keinem Berufungsverfahren in Sachen Michael Mann vs. Tim Ball. Der lange Prozess wird nicht in einer weiteren Runde fortgesetzt. Am 21. September lief die Einspruchsfrist beider Parteien ab.
Michael Mann konnte oder wollte keine Beweise für seine Behauptungen vorlegen, der Verlauf der Erdtemperatur zeige ein ähnliches Bild wie ein Hockeyschläger – unten flach, dann schneller Anstieg: Eine lange Zeit etwa gleichbleibend, dann, sobald der Mensch mit seiner Industrie die Bühne betrete, schieße sie steil nach oben.
...

Was bedeutet das Ergebnis? Tim Ball darf weiterhin sagen: Mann lügt, die Hockeystick-Geschichte ist falsch. Er darf außerdem sein respektloses Wortspiel weiter fortsetzen, Mann gehöre in das Staatsgefängnis von Pennsylvania. (»Mann should not be at Penn State but in a State Pen[itentiary].«)
Der Richter ist der Auffassung, dass die Verzögerungstaktik von Michael Mann nicht entschuldbar sei: »Der Anwalt von Dr. Mann behauptet, dass die Verspätung darauf zurückzuführen sei, dass er mit anderen Angelegenheiten beschäftigt war, aber die eidesstattlichen Beweise reichen bei weitem nicht aus, um dies zu belegen. Sie erklärt nicht die lange Verzögerung in den Jahren 2013 und 2014 und erklärt nicht ausreichend die Verzögerung ab Juli 2017. Die Beweise reichen bei weitem nicht aus, um eine Entschuldigung für die Verzögerung zu finden.«
...

In der kurzen und knappen Erklärung des Richters zur Einstellung des Verfahrens hat er Michael Mann die Kosten der Klage auferlegt, da die Klage abgewiesen wurde.

https: //www.tichyseinblick.de/kolumnen/neue-wege/michael-mann-gegen-tim-ball-bizarrer-streit-ums-klima-beendet/

=== Klimawandel: Das Geschäft mit falschen Informationen - 2018

Sturmschäden bei der Bahn? Versicherungen wieder teurer? Konzerne geben gerne dem Klimawandel die Schuld, selbst wenn es dafür keine Belege gibt. Auch Wissenschaftler lassen sich dafür einspannen.

Die jüngsten Herbst- und Winterstürme führten Bahnreisende an ihre Geduldsgrenzen. Mehrfach brachten umgestürzte Bäume weite Teile des deutschen Bahnverkehrs zum Erliegen. Die Kunden nahmen es hin, immerhin ist die Bahn ja Opfer der Wetterkapriolen, die wegen des Klimawandels immer extremer werden. Oder?
Der Bahn kommt diese Annahme entgegen. Sie verhindert, dass die Aufmerksamkeit auf die eigentlichen Ursachen für die vielen Behinderungen fällt, die bei der Bahn selbst zu suchen sind. Kein Wunder also, dass das Unternehmen die Interpretation "der Klimawandel ist Schuld" eifrig befeuert.
Das Tricksen der Bahn ist aktuelles Beispiel dafür, wie der Klimawandel in der öffentlichen Debatte von einzelnen Akteuren instrumentalisiert wird. In der Wissenschaft ist das Vermarktungspotenzial des Themas schon lange erkannt. Immer wieder drängen einzelne Forscher mit steil formulierten Thesen zur Klimaentwicklung in die öffentliche Wahrnehmung.
...

https: //www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimawandel-das-geschaeft-mit-falschen-informationen-a-1192761.html

=== Schlampereien, Fälschungen, Übertreibungen - 2010

Schlampereien, Fälschungen, Übertreibungen: Die Klimaforschung steckt in einer Vertrauenskrise. Wie zuverlässig sind die Vorhersagen über die globale Erwärmung und ihre schlimmen Folgen? Droht wirklich der Weltuntergang, wenn die Temperaturen um mehr als zwei Grad steigen?

Für Phil Jones ist das Leben "furchtbar" geworden. Vor Monaten noch war er ein Mann mit hoher Reputation: Chef der Klimaforscher an der Universität von East Anglia im engli-schen Norwich; ein Meister seines Fachs; der Vater der alarmierenden Weltfieberkurve. Vorbei.
Der Forschungsskandal, in dessen Mittelpunkt er steht, traf ihn so unvorbereitet wie ein Auffahrunfall auf der Autobahn. Untersuchungskommissionen der Universität und des britischen Parlaments prägen neuerdings seinen Alltag.
...
Nicht einmal drei Jahre nach diesem Triumph tauchen immer neue Fehler, Schlampereien und Übertreibungen im aktuellen IPCC-Bericht auf: die umstrittene Temperaturkurve von Phil Jones; die auf einem simplen Zahlendreher beruhende Unsinns-Prognose, wonach schon 2035 alle Himalaja-Gletscher abgeschmolzen sein würden; die angebliche Zunahme von Naturkatastrophen, für die es keine Quelle gibt.

https: //www.spiegel.de/spiegel/print/d-69744066.html

=== Skandal um manipulierte Daten - 2009

Ausgerechnet während des Klimagipfels in Kopenhagen erschüttert ein Skandal um manipulierte Daten und vernichtete E-Mails die Forschungsszene.

Auf dem Server waren Dateien zu finden, die Unbekannte vom Server der Climate Research Unit der University of East Anglia kopiert hatten. Über 3000 interne E-Mails und 72 Dateien fanden sich plötzlich öffentlich zugänglich im Internet wieder. Schnell war von einem Hackerangriff die Rede. Der eigentliche Skandal ist aber nicht der Datenklau, sondern der Inhalt der E-Mails, deren Authentizität der Direktor des Instituts, Phil Jones, inzwischen bestätigt hat. Er ist zwischenzeitlich von seinem Amt zurückgetreten.
In den E-Mails unterhalten sich prominente Klimaforscher darüber, wie sie mit Kritikern umgehen, wie Datensätze so verändert werden, dass sie zur offiziellen Theorie passen, und wie kritische Journalisten boykottiert werden sollen. Ein Aufschrei ging daraufhin durch die angelsächsische Presse. Der Leitartikel in der „Washington Times“ stellte unter der Überschrift „Die Vertuschung der globalen Abkühlung“ fest: „Die Klimagate-Enthüllungen haben einen beispiellosen koordinierten Versuch von Akademikern aufgedeckt, Forschungsergebnisse für politische Zwecke zu verzerren.“
...

Deutsche Wissenschaftler vom regierungsnahen Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung wie Stephan Rahmstorff, der in den E-Mails mehrfach auftaucht, nehmen Schlüsselrollen im Weltklimarat ein. Außer der „Welt“ widmet sich hierzulande kein überregionales Blatt ausführlicher dem Skandal. Lediglich von einem Hackerangriff und einigen unglücklichen Formulierungen, die aber nichts beweisen würden, ist hie und da die Rede. Die Brisanz des Falles leitet sich schon allein aus der enormen Bedeutung des britischen Instituts ab. Climate Research Unit (auch bekannt als Hadley CRU) ist eines von weltweit nur vier Instituten, die dem „Weltklimarat“ IPCC „offizielle“ Temperaturdaten liefern.
...

Zu trauriger Berühmtheit hat es eine E-Mail von keinem Geringeren als dem Direktor des Instituts, Phil Jones, gebracht. Er schreibt zum Beispiel am 21. Februar 2005: „Ich werde von einer Reihe von Leuten bedrängt, die CRU-Stationsdaten zu veröffentlichen. Keiner von euch dreien darf irgendjemandem erzählen, dass es in England einen Freedom of Information Act gibt!“ Wer ihn da unter anderem bedrängt hat, geht aus einer E-Mail vom 2. Februar desselben Jahres hervor: „Die zwei MMs sind seit Jahren hinter den CRU-Stationsdaten her. Wenn Sie jemals davon hören sollten, dass es jetzt in England einen Freedom of Information Act gibt, denke ich, dass ich die Daten lieber löschen würde, als sie irgendjemandem zu senden.“

https: //www.focus.de/wissen/klima/klimapolitik/tid-16566/klimagate-skandal-um-manipulierte-daten_aid_462308.html
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Re: Die sogenannte Energiewende

Beitragvon Sarastro » So 6. Okt 2019, 11:07

Bin mal gespannt, was die Altparteien den Arbeitern in Burghausen erzählen, wenn die Stellen eben nicht nur in den Osten bzw Asien (wegen niedrigeren Löhnen) sondern auch in den Westen (USA) verlegen, weil die Steuern dort niedriger sind und sich Firmen mit weniger Bürokratie rumärgern müssen.
Und wenn Firmen wieder zurück aus Indien oder China kommen, heißt das nicht zwangsläufig, daß sie wieder in Deutschland investieren, wo z.B. die Stromkosten immer mehr in die Höhe getrieben werden. Energie wird halt auch zur Produktion verwendet. Das vergessen einige gerne.

Wacker-Vorstandschef droht mit Produktionsverlagerung

Die Frage nach einer sicheren Stromversorgung in großem Ausmaß und das zu wettbewerbsfähigen Preisen wird bei der Burghauser Wacker Chemie zunehmend zur Standortfrage.
...
Er betonte, dass es nicht nur in Frankreich und in den USA günstigere Energiepreise für energieintensive produzierende Industrie gibt, sondern dass China jetzt angekündigt hat, die ohnehin schon niedrigen Strompreise noch um weitere zehn Prozent zu senken. Als drohendes Szenario wollte der Vorstandsvorsitzender eine verstärkte Produktionsverlagerung von Burghausen an den Standort Charleston in den USA nicht ausschließen.

https: //www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/burghausen/3263732_Wacker-Vorstandschef-droht-mit-Produktionsverlagerung.html
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Re: Die sogenannte Energiewende

Beitragvon Sarastro » So 6. Okt 2019, 11:08

Zu Greta Thunberg und ihrer Familie:
Gretas Mutter ist/war bereits geistesgestört bzw psycholgisch belastet. Sie hat dann ihre Zwangsstörungen auf ihre Tochter und den Rest der Familie übertragen. Um aber nicht mit der eigenen Wahrheit bzw dem eigenen Scheitern konfrontiert zu werden, wurde der Hype um bzw die Kritik am "Klimawandel" als Ersatzreligion entwickelt, um einen Schuldigen zu finden - nur nicht sich selbst.

„Szenen aus dem Herzen. Unser Leben für das Klima“
von Greta & Svante Thunberg und Beata & Malena Ernmann, 2019, Frankfurt am Main: Fischer Verlag

Greta Thunberg, die junge Klimaaktivistin, die die Mächtigen das Fürchten lehrt – dies ist ihre ganz persönliche Geschichte und die ihrer Familie. Aber es ist vor allem eine Geschichte über die Krise, die uns alle betrifft.
»Szenen aus dem Herzen« erzählt aus dem Inneren der Familie: Wie die Eltern Malena und Svante mit Gretas Asperger-Syndrom umgehen. Wie Greta erstmals vom Klimawandel hörte und seitdem nicht mehr aufhören konnte, darüber nachzudenken.
...
Bis zu Gretas erstem Schulstreik im August 2018 erzählt dieses Buch, wie Greta Thunberg die wurde, die sie heute ist – Vorbild, Inspiration und Ikone des Klimaschutzes.

https: //www.fischerverlage.de/buch/beata_ernman_svante_thunberg_greta_thunberg_malena_ernman_szenen_aus_dem_herzen/9783103974805


=== Die Thunberg-Ernmans: Eine unendlich traurige Familiengeschichte

Ernman hatte schon vor dem Ruhm ihrer Tochter als schwedischer Promi mit „klimafreundlichen“ Social-Media-Posts und Kolumnen Aufmerksamkeit erregt. Nach der Lektüre des Buches wundert mich nichts mehr. Das, was öffentlich in Gestalt der Klima-Prophetin Greta sichtbar wurde, ist lediglich die Spitze eines ausgemachten Familien-Dramas. Wikipedia schreibt, das Buch schildere „wie die Klimakrise eine Familienkrise verursacht hat“. Nein, das Buch schildert, wie die vermeintliche Klimakrise von einer Familie vorgeschoben wird, um sich der eigenen Krise nicht stellen zu müssen.
...

Ihre Engagements führten sie nach Berlin, Paris, Wien, Amsterdam oder Barcelona. Alle paar Monate eine neue Stadt, die Familie begleitete sie: „Unser Alltag war unvergleichlich, unser Alltag war einfach wunderbar“, schreibt Ernman.
Doch Greta kommt in die fünfte Klasse, und plötzlich geht es ihr gar nicht mehr gut. Sie weigert sich zu essen, weint den ganzen Tag und ist depressiv. Irritierenderweise wird dem Leser dieser Wechsel abrupt in lediglich einem Absatz präsentiert, so als wäre er eine folgerichtige Entwicklung. Stattdessen möchte man fragen, ob bis dahin tatsächlich alles so wunderbar gelaufen ist.
Am 2. November 2014 gibt sie ihre letzte Opernvorstellung in Schweden; dieser Abend wird auf immerhin fünf Seiten beschrieben – inklusive eines theatralischen Ohnmachtsanfalls seitens Ernmans. Typisch Opern-Diva? Wenn sie im Folgenden den Zusammenbruch ihrer beiden Kinder darlegt, behält sie diesen eigenartigen Tonfall, schwankend zwischen Bühnen-Dramatik und einer seltsamen Abgeklärtheit, bei.
...

Bald darauf gerät auch die kleine Schwester Beata in eine schwere Krise. Die Eltern haben mit Greta alle Hände voll zu tun und vernachlässigen sie. Die damals knapp Neunjährige muss wegen Gretas komplizierter Speiserituale ihr Abendessen ständig alleine einnehmen. „Bald kümmern wir uns auch um dich, mein Schatz, aber zuerst muss Greta gesund werden“, versucht Ernman ihre kleine Tochter aufzumuntern. Ein schlechtes Gewissen hat sie, aber die Situation ist nun mal nicht zu ändern, oder?
Es überrascht wenig, dass diese Rechnung nicht aufgeht. Als Beata in die vierte Klasse kommt, erträgt sie es nicht mehr, mit ihrer Familie zusammen zu sein, fühlt sich durch ihre Eltern gestört. In der Schule fällt sie nicht auf, doch zu Hause bekommt sie einen Wutanfall nach dem anderen. Sie fühlt sich vernachlässigt, beschimpft ihre Mutter als „Schlampe“, „Bitch“ und „schlechteste Mutter der Welt“ und bewirft sie mit Gegenständen.
Das Bemerkenswerte daran ist: Sie hat diese Zwänge nur, wenn sie mit ihrer Mutter zusammen ist. Diese schreibt dazu: „Und das kann ich gut nachvollziehen. Mir ging es mit meiner Mutter genauso – alle meine Tics traten in ihrer Gegenwart sehr viel stärker hervor.“ Leider geht Ernman der Sache nicht näher auf den Grund, wenigstens nicht in ihrem Buch.
...

Überhaupt scheint sie das Wesentliche nicht wahrnehmen, nicht zum Kern ihrer Probleme vordringen zu wollen. So bezeichnet sie sich selbst als Sozialphobikerin, die kaum eine Premierenfeier übersteht und nach Auftritten in Stockholm fluchtartig „noch vor den Zuschauern“ das Theater verlässt und sich auf dem Fahrrad abschminkt. Das mache sie aber „ungemein effektiv“.
Nicht ein einziges Mal im gesamten Buch stellt sie sich selbst oder ihren Mann als Eltern in Frage. Schuld sind immer die anderen – die Schule, die Gesellschaft, das Gesundheitssystem. Oder der Klimawandel.
„Denn es ging uns beschissen. Mir ging es beschissen. Svante ging es beschissen. Den Kindern ging es beschissen. Dem Planeten ging es beschissen. Sogar dem Hund ging es beschissen“, heißt es weiter. Eine Projektion des eigenen Unglücks auf den gesamten Globus. Die perfekte Ausrede, damit sich Malena Ernman keiner innerfamiliären Ursachenforschung für ihre Misere stellen muss.
Die herbei prophezeite Klima-Katastrophe gibt Malena Ernman und ihrer Familie die Möglichkeit, das eigene Schicksal und auch die Zuständigkeit für das eigene Wohlergehen hintenanstellen zu können. Die Erde ist krank, die Thunbergs sind krank, also sind wir alle krank, basta. Erst wenn „die Menschheit“ sich ändert, wird es auch Familie Thunberg-Ernman besser gehen. Hoffnungslose Projektion? Kindischer Boykott der Eigenverantwortung? Oder wahnhaftes Streben nach diesseitiger Erlösung?

https: //www.achgut.com/artikel/die_thunberg_ernmans_eine_unendlich_traurige_familiengeschichte
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