USA, Naher Osten und Co




NF Diskussion

Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Sa 20. Dez 2014, 16:24

- Wer hat die Bundeswehr in Afghanistan (und evtl jetzt in Kurdengebieten) angefordert ? Rußland oder die USA ?
- Wer kastriert die Währung mit Target II und ELA ? Rußland oder die EU/EZB ?
- Wer will Geld aus deutschen Steuermitteln, um "Projekte" in anderen Ländern zu finanzieren ? Rußland oder die EU ?
- Wer verbietet mir Glühbirnen und schreibt mir andere sinnlose Auflagen vor ? Rußland oder die EU ?
- Wer fordert die gesetzliche Datenspeicherung und Datenweitergabe ? Rußland oder die USA/EU ?

Bei allen Fragen lautet die Antwort USA, EU oder EZB.
Also stellen die das eigentliche Problem für Deutschland dar und nicht Rußland !

Ein Blick auf das Tagesgeschehen - mit oder ohne Mainstream Medien:

=== Afghanistan - Zivile Opfer von US-Angriffen

Viele zivile Opfer von US-Angriffen mit Drohnen werden in Afghanistan posthum einfach zu Extremisten erklärt. Und präzise sind die Angriffe auch nicht.
...

Der Lebensmittelstand ist völlig zerstört. Daneben liegen zerfetze Körperteile des Besitzers, des 21-jährigen Sadiq Rahim Jan. Das Leben des jungen Afghanen nahm im Juli 2012 durch einen Drohnenangriff ein jähes Ende.
Seine Familie verlor nicht nur ihren Hauptversorger – Sadiq kümmerte sich um seine Eltern wie um seine drei Geschwister, sondern musste auch erleben, wie er von mehreren afghanischen Medien posthum zum „Taliban-Kommandeur“ erklärt wurde.
Warum er zum Ziel eines Drohnen-Piloten wurde, der vielleicht im amerikanischen Langley oder im deutschen Ramstein saß, weiß niemand. In Gardda Zarrai gab es an jenem Tag nur einen Drohnenangriff und ein einziges Opfer.

Die Zahl der Drohnenangriffe ist unbekannt. Das US-Militär macht keine Angaben dazu. Doch die Bedrohung durch Drohnen gehört mittlerweile zum Alltag vieler Menschen in Afghanistan, vor allem im Süden und Osten.
Das Bureau of Investigative Journalism (TBIJ) – eine Journalistengruppe in London – nennt das Land am Hindukusch das „am meisten von Drohnen bombardierte Land der Welt“.

An Sadiqs Tod zeigt sich auch, dass viele Medien in Kabul wie Khaama Press oder der US-finanzierte Radiosender Radio Azadi (früher Radio Free Afghanistan) nicht seriös arbeiten. Sie berichteten von einem von einer Drohne in Gardda Zarrai getöteten Taliban-Kommandanten.

Sadiqs Familie war empört. Kein einziger Journalist war zu ihnen gekommen. Stattdessen hatte man Sadiq einfach zum Extremisten erklärt. Aus Protest wandte sich die Familie an Armee und Polizei. Warum sein Sohn getötet wurde und warum man ihn nun als Talib bezeichnet, wollte der Vater vergeblich wissen.
Wie kann ein junger Mann ohne jegliche Verbindung zu den Taliban oder anderen Extremisten als solcher bezeichnet werden? Recherchen zeigen, dass dies kein Einzelfall ist. Drohnen-Opfer aus Afghanistan oder dem Grenzgebiet mit Pakistan werden oft willkürlich als „Extremisten“, „mutmaßliche Terroristen“ oder „Militante“ bezeichnet.
...

http://www.taz.de/!151473/
-> taz.de/!151473/

=== USA und Ukraine

Die Amerikaner können sich bei diesem Projekt auf eine ehemalige Mitarbeiterin des Außenministeriums verlassen: Die Investmentbankerin Natalie A. Jaresko ist seit wenigen Tagen Finanzministerin des Landes. Die Recherche mehrerer unabhängiger US-Medien hat ergeben, dass Jaresko in ihrer bisherigen Doppelfunktion als Verwalterin von US-Steuergeldern und private Invstment-Bankerin erhebliche Beträge aus der Staatskasse in private Hände umgeleitet haben dürfte. Die investigative Website Consortiumsnews hat die Berichte zusammengefasst.

Ob dieser Methode auch unter die Rubrik „Demokratisierung, Transparenz und Verantwortlichkeit“ fällt, für die die USA der Ukraine 60 Millionen Dollar zur Verfügung stellen wird, ist unklar. Mit 20 Millionen Dollar werden ukrainische Parteien und Partei-Organisationen unterstützt. Schon heute wird die Stiftung von Premier „Jaz“ Jazenjuk ganz offen von der Nato finanziert.

Sicherheitshalber will die US-Regierung ein von ihr finanziertes Mediennetzwerk „im Radio, Fernsehen und Internet“ aufbauen, mit dem auf Russisch Nachrichten in der Ukraine, aber auch nach Georgien und Moldawien gesendet werden. Mit diesen „unabhängigen Medien“ wollen die Amerikaner die „russische Propaganda“ auskontern.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... -russland/
-> deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/12/20/hr-5859-ein-us-gesetz-wie-eine-kriegs-erklaerung-an-russland/

Jazenjuk macht aus seiner Verbundenheit mit den westlichen Machtstrukturen kein Geheimnis: Seine persönliche Arseniy Yatseniuk Stiftung Open Ukraine wird von der Nato, dem britischen Finanz-Club Chatham House, dem US-Think-Tank National Endowment for Democracy und der schwedischen Swedbank finanziert. Jazenjuk macht kein Geheimnis daraus, die Financiers sind auf der Website aufgelistet.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... r-ukraine/
-> deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/23/jaz-jazenjuk-ein-gefaehrliche-netzwerker-an-der-spitze-der-ukraine/

http://openukraine.org/en/about/partners
-> openukraine.org/en/about/partners
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von Anzeige » Sa 20. Dez 2014, 16:24

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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » So 11. Jan 2015, 14:25

Neues von der IS/IS Foundation.
Bezeichnend, daß hier ein IS/IS "Prediger" aus dem Nordirak genannt wurde. Also die Region, wo die IS/IS ihren Ursprung hatte, weil die US Außenpolitik mit (Angriffs)Krieg und Terror (Uranmunition) die Bevölkerung gegen sich aufbrachte.

Weiterhin gilt:
1.) Das Geld für die IS/IS kommt hautpsächlich von den Saudis und Katar mit Wissen der USA.
2.) Bei der Logistik sind ebenfalls Saudis und Katar führend, zusätzlich die Türkei - ebenfalls mit Wissen der USA.
3.) Die Waffen der IS/IS waren stärker als irgendwelche T72 Panzer für Assad, die irgendwann an Syrien und nicht an die IS/IS geliefert wurden.

=== IS droht mit weiteren Anschlägen

Nach dem dramatischen Ende der Anti-Terror-Einsätze in Frankreich suchen die Ermittler unter Hochdruck mögliche Unterstützer der islamistischen Gewalttäter.
...

Unterdessen drohte die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) Frankreich mit weiteren Anschlägen. Es werde neue Angriffe geben, sollte das Land nicht damit aufhören, den Islam, seine Symbole und die Muslime zu „bekämpfen“, zitiert die Dschihad-Beobachtungsplattform Site. Sie berief sich auf eine per Video verbreitete Rede von Harith bin Ghasi al-Nadhari, einem der wichtigsten Glaubenshüter der Gruppe.
...

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) drohte mit einer größeren Terrorkampagne und weiteren Angriffen in Europa und den USA. „Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen“, sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul. „Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein.“

http://www.rundschau-online.de/politik/ ... 28940.html
-> rundschau-online.de/politik/hoechste-alarmstufe-nach-terror-frankreich-fahndet-nach-unterstuetzern-des-terrors,15184890,29528940.html
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Mo 12. Jan 2015, 11:30

Die folgenden Artikel beschäftigen sich mit den Folgen der US Außenpolitik:

1.) Libyen versinkt weiter im Chaos.
2.) US-Waffen werden von der irakischen Regierung an vom Iran unterstützte schiitische Milizen weitergereicht. Eine Analogie zur IS/IS in Syrien, als die Waffen von der Türkei weitergereicht wurden.
3.) Die USA haben über 100.000 Menschen im Irak getötet und damit die IS/IS erst stark gemacht (neben Waffen und Finanzierung aus Saudi-Arabien, Katar und Türkei).

Bemerkenswert ist auch das Zitat von (dem ehemaligen US Senator) Ron Paul:
"The bombing in-between killing hundreds of thousands of Iraqis"

=== Gewalt in Libyen eskaliert

Libyen befindet sich in der schwersten Krise seit dem Sturz und Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Zuletzt starben bei Gefechten um das größte Ölterminal des Landes Al-Sidra und die Hafenstadt Misrata mehrere Menschen. Seit Wochen kämpfen die Truppen der rivalisierenden Regierungen um die strategisch wichtigen Ölhäfen.
...
Ägypter in Libyen werden immer wieder von Milizen angegriffen seit Kairo die libysche Armee im Kampf gegen militante Islamisten unterstützt.
...

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... e-aegypten
-> zeit.de/politik/ausland/2015-01/libyen-buergerkrieg-krise-aegypten


=== US-Waffen an schiitische Milizen

Vor 5 Monaten, am 8. August. hat das Pentagon mit den Luftangriffen auf Stellungen des "Islamischen Staats" zunächst im Irak uns später auch in Syrien begonnen.
Die US-Kampflugzeuge und bewaffneten Drohnen werden von Kampfflugzeugen anderer Staaten unterstützt, allerdings in Syrien nur von einer kleinen Koalition aus Jordanien, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain, da hier der Krieg völkerrechtswidrig ist und gleichzeitig mit der Duldung der Angriffe durch das syrische Assad-Regime dieses gestärkt wird.
...
Im Irak werden die schiitischen Milizen, die von der irakischen Regierung aufgerufen wurden, im Kampf gegen den IS vom Iran mit Soldaten und Kampfflugzeugen unterstützt.
Wie sich die US-Regierung zum Iran und den schiitischen Milizen verhält, bleibt unklar.
Offenbar leitet die irakische Regierung aber Waffen, die sie von den USA erhält, auch schwere Waffen wie Panzer, an die schiitischen Milizen weiter, die als deutlich besser gerüstet für den Kampf gegen den IS gelten als die regulären Truppen, in denen es auch viele "Geistersoldaten" gibt, um den Sold abzuzweigen.
...

http://www.heise.de/tp/artikel/43/43812/1.html
-> heise.de/tp/artikel/43/43812/1.html

U.S. weapons intended for Iraq’s beleaguered military are winding up in the possession of the country’s Shiite militias, according to U.S. lawmakers and senior officials in the Barack Obama administration. These sources say that the Baghdad government, which was granted $1.2 billion in training and equipment aid in the omnibus spending bill passed last month, is turning hardware over to Shiite militias that are heavily influenced by Iran and have been guilty of gross human-rights violations.
...
On Facebook, members of Iraqi Shiite militias proudly display American arms, such as this photo from October of an M1A1 Abrams tank draped in a Hezbollah flag.
...

http://www.bloombergview.com/articles/2 ... ns-in-iraq
-> bloombergview.com/articles/2015-01-08/iranbacked-militias-are-getting-us-weapons-in-iraq


=== Ron Paul: War on ISIS is Foolish Continuation

Paul:
... it was foolish in 2003 when we expanded it and invaded [Iraq], and the bombing in-between killing hundreds of thousands of Iraqis. It’s time to quit, and time to say that it’s not working.
I would say it’s a bad deal. It’s bad for our national sovereignty. It doesn’t make us safer. It makes things more dangerous. It’s very costly. It sets the stage for an undermining of our civil liberties at home.

Paul also addresses in his answer particular reasons why giving weapons to so-called moderate insurgents in Syria including the Free Syrian Army is a bad idea. Paul notes that it is from “moderate” Syria insurgents that ISIS obtained US-supplied weapons and may have bought the location of American/Israeli journalist Steven Sotloff, enabling ISIS to capture him.

For people who truly desire to defeat ISIS, Paul suggests the best practical way to accomplish this goal is for the US to “just walk away.” Paul explains: I would think that, if you don’t like ISIS, just walk away and Syria and Iran will take care of them and they’ll get rid of all the radicals just as Saddam Hussein did. There was no al Qaeda in Iraq [when Hussein was president] and there is no al Qaeda in Iran.
...

http://www.ronpaulinstitute.org/archive ... ddle-east/
-> ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2014/september/16/ron-paul-war-on-isis-is-foolish-continuation-of-24-years-of-us-war-in-middle-east/
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Do 15. Jan 2015, 12:20

Hinterhof-Konflikte gab es schon immer, egal welche Großmacht gerade ihre militärischen Interessen durchsetzten wollte. Da geben sich alle Großen (USA, China, Rußland) nichts. Ob einem das gefällt oder nicht.

Aber was jetzt eine neue Bedrohung auch für Deutschland darstellt, ist das Erstarken einer IS/IS Foundation, die der Westen bzw die USA mit ihren Verbündeten stark gemacht haben und dessen Blowback nun auf Länder wie Frankreich zurückschlägt.
Hier geht es auch nicht mehr um Einzelfälle, sondern um eine relativ große Organisation, die ihre Interessen vor allem im Nahen Osten verfolgt, aber auch in Europa aktiv werden kann.

=== Blowback

Als Blowback (englisch für Rückstoß) wird in der Fachsprache der Geheimdienste der unbeabsichtigte Effekt bezeichnet, bei dem inoffizielle außenpolitische Aktivitäten oder verdeckte Operationen später negativ auf deren Ursprungsland zurückfallen. Dies kann in Form ungünstiger außenpolitischer Entwicklungen oder gar terroristischer Angriffe geschehen. Erstmals verwendet wurde der Begriff 1953 im Zuge der Operation Ajax, bei der die CIA den Sturz des iranischen Premierministers herbeiführte;

http://de.wikipedia.org/wiki/Blowback
-> de.wikipedia.org/wiki/Blowback

=== Frankreichs Parlament erlaubt weitere Luftangriffe im Irak

Frankreich beteiligt sich seit dem Sommer an den Luftangriffen der USA gegen den IS. Das Mandat dafür musste nach vier Monaten verlängert werden. Der IS hält weite Teile des Iraks und Syriens unter Kontrolle. An den US-Luftangriffen in Syrien beteiligt sich Frankreich nicht.

http://www.rp-online.de/politik/ausland ... -1.4798158
-> rp-online.de/politik/ausland/frankreich-parlament-erlaubt-weitere-luftangriffe-im-irak-aid-1.4798158

=== Ron Paul: »Lehren aus Paris«

... Die Mainstream-Medien waren mit ihrem Urteil sehr schnell zur Hand: Die Schüsse waren ein Angriff auf die Meinungsfreiheit. Diese Interpretation stieß in den USA auf viel Zustimmung, denn sie passt zu der Behauptung »Sie hassen uns, weil wir frei sind«, die der damalige Präsident Bush nach 9/11 aufstellte. Es gab viele Solidaritätsadressen an Frankreich und das Versprechen, für Meinungsfreiheit zu kämpfen.

Aber haben diese Leute nicht mitbekommen, dass die Regierung der USA regelmäßig gegen den ersten Verfassungszusatz verstößt? Häufiger als alle Regierungen zuvor zusammen hat sich Präsident Obama auf Anti-Spionage-Gesetzgebung berufen, um Whistleblower zum Verstummen zu bringen oder sie hinter Gitter zu werfen.
Wo waren da die Proteste? Wo sind die Demonstranten, die für die Freilassung von John Kiriakou auf die Straße gehen, dem Mann, der aufdeckte, dass die CIA Waterboarding und andere Foltermethoden betreibt? Kiriakou kam ins Gefängnis, während gegen die Folterer keine Anklage erhoben wird. Proteste? Fehlanzeige.

Wenn der Islamismus tatsächlich im Kommen ist, tragen die amerikanische und die französische Regierung zumindest eine Teilschuld.
...
Aber Frankreich und die USA sind seit fast vier Jahren dabei, ausländische Kämpfer auszubilden und zu bewaffnen, damit diese dann nach Syrien einsickern und Assad stürzen.
...
Seit Afghanistan in den 1980er-Jahren haben die USA und ihre Verbündeten vorsätzlich muslimische Kämpfer radikalisiert – immer in der Hoffnung, diese Kämpfer würden sich tatsächlich nur gegen diejenigen wenden, die man ihnen als Ziel vorgab.
9/11 hat uns aber gezeigt, dass sie manchmal wieder auftauchen, um gegen uns zu kämpfen. Das mussten vergangene Woche auch die Franzosen erfahren.
...

Und noch etwas haben wir aus dem Angriff gelernt: Der Überwachungsstaat, der nach 9/11 entstanden ist, mag sehr gut darin sein, den Rest von uns zu beschatten, zu belauschen und zu schikanieren, aber er ist nicht gut darin, Terroristen aufzuhalten.
...

http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... aris-.html
-> info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/ron-paul/ron-paul-lehren-aus-paris-.html

=== Die Terror-Zelle von Paris

... Jetzt teilte die Staatsanwaltschaft in Sofia mit, dass bereits am 1. Januar ein Franzose an der bulgarisch-türkischen Grenze festgenommen wurde, der mehrfach Kontakt zu Chérif Kouachi hatte. Ihm wird „Mitgliedschaft in einer bewaffneten kriminellen Organisation zur Vorbereitung von Terrorakten” vorgeworfen. Den Ermittlern zufolge wollte Fritz-Joly Joachin (29) über die Türkei nach Syrien weiterreisen, um sich dort den Dschihadisten anzuschließen.
... Im Juli 2011 soll Said Kouachi zuletzt in den Jemen gereist sein. Dort soll er von al-Qaida trainiert worden sein. Laut CNN informierten US-Geheimdienste ihre französischen Kollegen. Die überwachten ihn nach der Rückkehr – bis Juni 2014. Dann stellten sie die Überwachung ein. Grund: Sie hielten ihn nicht mehr für gefährlich!
... Von Amedy Coulibali und seiner Freundin Hayat Boumeddiene ist bislang nicht bekannt, ob sie ein Training in Terror-Camps von al-Qaida oder ISIS absolvierten. Hayat Boumediennes Flucht nach Syrien könnte allerdings darauf hindeuten, dass sie sich dort möglichen ISIS-Kontakten ihres Freundes angeschlossen haben könnte.

http://www.bild.de/news/ausland/terrora ... .bild.html
-> bild.de/news/ausland/terroranschlag/terror-zelle-39302370.bild.html

=== Paris Terror Attack - Turkey’s Awkward Place in the Paris March

... Hayat Boumeddiene, 26, said to be the accomplice of Amedy Coulibaly, who shot dead four people at a suburban kosher supermarket on Friday before police killed him, flew to Istanbul on Jan. 2. She was videotaped having her passport stamped at Sabiha Gokcen International Airport, and crossed into Syria on Thursday, Jan. 8. She may have been on her way to join the Islamic State of Iraq and Greater Syria, or ISIS, the extremist group Coulibaly claimed as his own.

... Still, the episode pointed up the treacherous ambiguities that linger around Turkey’s involvement in Syria. Though keen to avoid involving its own armed forces in the civil war, Turkey has long encouraged rebel groups opposed to Syrian president Bashar Assad, allowing them to establish rear guard headquarters in Turkish border towns, and turning a blind eye to illicit crossings to carry the fight to the regime.

Ankara says it has tightened up since the rebellion has become dominated by Islamist extremists, but some critics question its resolve and, in any event, Boumeddinene’s experience demonstrates the practical challenges of enforcing any policy.

http://time.com/3664575/turkey-paris-sy ... lie-hebdo/
-> time.com/3664575/turkey-paris-syria-march-charlie-hebdo/
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Fr 16. Jan 2015, 13:07

Mittlerweile kann man übrigens nicht mehr so einfach von Einzelfällen sprechen bzw es gibt einen Unterschied zwischen Leuten wie Breivik und dem Oklahoma Täter einerseits und den Islam-Terroristen in Frankreich und Belgien andererseits:
1.) Breivik und McVeigh gehören keiner gemeinsamen Gruppierung an, die global operiert.
2.) Bei den Anschlägen (bzw Razzien) in Frankreich und Belgien gibt es nicht nur mehr als nur einen "einsamen Wolf", sondern gleich größere Gruppierungen. Wobei diese Gruppierungen wiederum mit einer Massenorganisation assoziiert sind. In diesem Fall die IS/IS Foundation.

Auch das sind die indirekten Folgen der US Außenpolitik:
Da die Verbündeten der USA (Türkei, Saudi-Arabien und Katar) mit Wissen der USA die Islamisten u.a. in Libyen und Syrien im Kampf gegen Assad finanziert und ausgerüstet haben, existiert mittlerweile (mit der IS/IS Foundation und assoziierten Gruppen) eine Massenorganisation, die immer mehr "Zeitbomben" hervorbringt. Und diese Zeitbomben werden irgendwann als Blowback in Europa aktiv.

=== Razzia gegen Syrien-Rückkehrer: Zwei Tote bei Anti-Terror-Einsatz in Belgien

Bei einer Anti-Terror-Aktion im ostbelgischen Verviers hat es zwei Tote gegeben. Bei dem Einsatz der Polizei wurden zwei mutmaßliche Dschihadisten getötet, ein dritter wurde verletzt und festgenommen, teilte die belgische Staatsanwaltschaft in Brüssel mit.

"Die Durchsuchungen richteten sich gegen Rückkehrer aus dem Bürgerkrieg in Syrien", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric van der Sypt. Die Terrorverdächtigen hätten einen groß angelegten Anschlag geplant, es habe unmittelbare Gefahr bestanden.

Als die Spezialkräfte am frühen Abend zugriffen, hätten die mutmaßlichen Dschihadisten "sofort und minutenlang das Feuer eröffnet", dabei hätten sie Sturmgewehre und andere Schusswaffen eingesetzt, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit. Es seien aber weder Zeugen noch Polizisten verletzt worden.
...

http://www.tagesschau.de/anti-terror-ei ... n-103.html
-> tagesschau.de/anti-terror-einsatz-belgien-103.html
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Mo 19. Jan 2015, 10:47

Zum Thema:
Erst rein durch die Türkei, dann raus durch die Türkei.

Das sind die indirekten Folgen der US Außenpolitik:
Da die Verbündeten der USA (Türkei, Saudi-Arabien und Katar) mit Wissen der USA die Islamisten u.a. in Libyen und Syrien im Kampf gegen Assad finanziert und ausgerüstet haben, existiert mittlerweile (mit der IS/IS Foundation und assoziierten Gruppen) eine Massenorganisation, die immer mehr "Zeitbomben" hervorbringt. Und diese Zeitbomben werden irgendwann als Blowback in Europa aktiv.

=== Darum sind die Syrien-Rückkehrer so gefährlich

Auch bei uns gibt es Terror-Netzwerke, die Kämpfer nach Syrien und in den Irak schicken.

Der Verfassungsschutz rechnet mehr als 43 000 Menschen zur Islamisten-Szene in Deutschland. Diese ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen – vor allem durch den starken Zulauf bei der Gruppe der Salafisten, zu der 7000 Extremisten zählen.

600 Radikale sollen sich derzeit in Syrien aufhalten. Dem „islamistisch-terroristischen” Spektrum rechnen die Behörden rund 1000 Islamisten zu – darunter sind 260 sogenannte Gefährder, denen die Polizei ganz konkret einen Terrorakt zutraut. Die Zahl ist so hoch wie nie zuvor. Zum Teil sind auch Rückkehrer aus Dschihad-Gebieten darunter. Diese machen den Sicherheitsbehörden große Sorgen, weil sie oft radikalisiert zurückkommen – und zum Teil kampferprobt.
...

http://www.bild.de/politik/inland/isis- ... .bild.html
-> bild.de/politik/inland/isis-terroristen/so-gefaehrlich-sind-die-deutschen-syrien-rueckkehrer-islamismus-39361732.bild.html

=== Gelangen IS-Terroristen über die Türkei in die EU?

Über den Hafen der südtürkischen Stadt Mersin, die als ein Zentrum des Menschenschmuggels gilt, gelangen womöglich auch Terroristen des „Islamischen Staates“ (IS) in die EU. Dies bestätigte der Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP in der Provinz Mersin, Ismail Taspinar, in einem Gespräch mit der F.A.Z.
...

http://www.faz.net/aktuell/politik/bedr ... 74958.html
-> faz.net/aktuell/politik/bedrohung-durch-dschihadisten-gelangen-is-terroristen-ueber-die-tuerkei-in-die-eu-13374958.html
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Mi 21. Jan 2015, 14:52

Daß im Krieg fast alle Dreck am Stecken haben, sieht man auch an der Ukraine: Der CIA Informant (Wiki Leaks) als Präsident und der von der NATO offiziell geförderte Jazenjuk sind keinen Deut besser als die Separatisten.

=== 5.1.2015 Neue Kampfjets und Panzer – Ukraine rüstet Truppen auf

Die ukrainische Regierung rüstet ungeachtet internationaler Friedensbemühungen ihre Truppen für den Kampf gegen pro-russische Separatisten im Osten des Landes auf. Präsident Petro Poroschenko übergab dem Militär weiteres schweres Kriegsgerät wie Kampfjets, Haubitzen und Schützenpanzer. „Ich bin überzeugt, dass 2015 das Jahr unseres Sieges wird. Dazu brauchen wir eine starke, patriotische und gut ausgerüstete Armee“, sagte der pro-westliche Staatschef.

http://www.derwesten.de/politik/neue-ka ... x794812487
-> derwesten.de/politik/neue-kampfjets-und-panzer-ukraine-ruestet-truppen-auf-aimp-id10205797.html#plx794812487

=== 20.01.2015 Sprechen in der Ukraine nur noch die Waffen?

Das Militär hatte am Samstag trotz der Anfang Dezember mit den Rebellen vereinbarten Waffenruhe eine massive Gegenoffensive unter anderem mit Artillerie und Panzern gestartet.

http://www.dw.de/sprechen-in-der-ukrain ... a-18201356
-> dw.de/sprechen-in-der-ukraine-nur-noch-die-waffen/a-18201356
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Do 22. Jan 2015, 13:37

Interessante "Rand"-Notiz:

Auch In Tschetschenien haben reiche Araber den Terror mitfinanziert. So wie Bin Laden kam auch Ibn al-Chattab aus Saudi Arabien.

Damals: USA -> Saudi Arabien / Pakistan -> Al-Quaida
Heute: USA -> Saudi Arabien / Türkei -> IS/IS Foundation

=== Tschetschenien Kriege

... immer stärker werdenden radikalen Gruppierungen, die von eingeströmten ausländischen, zumeist arabischen Kriegsherren ideologisch inspiriert, finanziert und teilweise angeführt wurden.

... Am 7. August 1999 marschierten wahhabitische Einheiten unter Schamil Bassajew und Ibn al-Chattab in Dagestan ein, um es einem islamisch-fundamentalistischen Kalifatstaat anzuschließen, der langfristig den ganzen Nordkaukasus umfassen sollte. Es kam zu schweren Gefechten mit der russischen Armee.

... Emir Ibn al-Chattab (* 1969 in Arar, Saudi-Arabien; † 19. März 2002 in Tschetschenien) war ein islamistischer Feldkommandant. Er war zunächst in Afghanistan, seit 1993 in Tadschikistan und ab 1995 in den russischen Republiken Tschetschenien und Dagestan tätig.
Nach dem Schulabschluss 1986 wollten ihn seine Eltern zum Studium in die USA schicken. Chattab entschied sich jedoch, nach Afghanistan zu gehen, wo er gemeinsam mit arabischen Islamisten gegen die sowjetische Besatzung kämpfte. Er wurde auf Osama bin Ladens Basis al-Qaida ausgebildet.

-> de.wikipedia.org/wiki/Tschetschenien#Erster_Tschetschenienkrieg
-> de.wikipedia.org/wiki/Tschetschenien#Zweiter_Tschetschenienkrieg
-> de.wikipedia.org/wiki/Ibn_al-Chattab

=== Osama bin Laden in Afghanistan

Der palästinensische Theologe Abdallah Azzam warb seit Anfang der 1980er Jahre von Pakistan aus um finanzielle und personelle Unterstützung für den Kampf der Mudschahidin gegen die sowjetische Besetzung Afghanistans und lieferte auch eine ideologische Fundierung für den Dschihad in Afghanistan.

Zusammen mit Osama bin Laden eröffnete Abdallah Azzam 1984 in Peschawar ein Dienstleistungsbüro, um die aus den verschiedenen arabischen Ländern kommenden jungen Männer aufnehmen, betreuen und organisieren zu können, die nach Afghanistan in den Dschihad gehen wollten. Unterstützung erhielten die beiden vom amerikanischen Auslandsnachrichtendienst CIA im Rahmen der Operation Cyclone und aus mit den USA befreundeten islamischen Ländern, insbesondere durch den pakistanischen Nachrichtendienst ISI.

-> de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Fr 23. Jan 2015, 18:48

Bild

commons.wikimedia.org/wiki/File:U.S._Defense_Spending_Trends.png

Von 2001 bis 2014 sind das (übrigens ohne "Homeland Security") ca:
500 Mrd Dollar * 14 Jahre = 7 Bio Dollar.

Wenn man von der Summe nur 0,5% abzeigt, um über Zwischenhändler Politiker und Medien zu bestechen, sind das
35 Mrd Dollar in 14 Jahren oder 2,5 Mrd Dollar pro Jahr.

Kein Wunder daß die USA Krieg führen wollen bei solchen Summen.
Und wenn man 500 Millionen Euro pro Jahr davon abzweigt, kann man auch in Europa Politiker und Medien bestechen.

2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird.

de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer#Nach_der_politischen_Karriere

Wie man z.B. an Grünen wie Fischer sieht, gibt es genug Politker auch in Deutschland, die empfänglich sind für US-Gelder. Dazu die Verflechtungen in den Print-Medien wie z.B. beim Axel-Springer Verlag, und schon hat man eine massive US Lobby.
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Re: USA, Naher Osten und Co

Beitragvon Sarastro » Mo 26. Jan 2015, 10:32

Russische Soldaten und Blackwater-Söldner kämpfen gegeneinander

Der deutsche Politik- und Wirtschaftsberater Michael Lüders hat in einem Interview mit dem Fernsehsender Phoenix gesagt, dass die „ukrainische Regierung fest entschlossen“ sei, „die Probleme im Osten des Landes militärisch zu lösen“.

Doch es sei zu vermuten, dass Kiew diese Entscheidung „nicht alleine getroffen“ habe. Denn die Regierung verfüge „nicht über die finanziellen Mittel, um einen mittel- oder gar längerfristigen Krieg im Osten des eigenen Landes zu führen“, so Lüders.
...

Lüders wörtlich:
„Es sollen sich unter anderem auch 500 Söldner der Blackwater-Organisation, die sich mittlerweile umbenannt hat, aber bekannt ist unter diesem Namen, bekannt geworden ist durch die Söldner, die auch in den Irak geschickt worden sind. Etwa 500 also an der Zahl in der Ukraine. Wir haben also nicht nur Russen, die hier auf Seiten der Separatisten kämpfen, sondern auch Söldner auf Seiten der Regierung.
...

„Ich habe den Eindruck, dass die Europäer allmählich zu begreifen beginnen, dass die Interessen der USA in der Ukraine nicht notwendigerweise dieselben sind, als die der Europäer. Insbesondere die Verschärfung der Beziehungen zu Russland hat ja gravierende wirtschaftliche Folgen. Alleine der wirtschaftliche Austausch zwischen Deutschland und Russland als Ergebnis der Sanktionen hat sich mehr als halbiert im Laufe des vorigen Jahres. Das ist eine Summe in der Größenordnung um 40 Milliarden Euro um die es geht. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Amerikaner traditionell nur relativ geringen Handel mit Russland geführt haben, in der Größenordnung von etwa acht Milliarden Dollar im Jahr. Dann ist völlig klar, dass allen voran Deutschland – aber auch andere europäische Staaten -, die engen Handel treiben mit Russland, massiv betroffen sind. Gerade die Wirtschaft ist darüber natürlich sehr unglücklich.“

Zudem sei es unklar, was mit den Krediten, die in die Ukraine fließen, passiert: „Und letztendlich bezahlen ja die Europäer einen Großteil der Wirtschafts-Hilfe für die Ukraine. Diese Wirtschafts-Hilfe ist aber – wie es scheint – ein Fass ohne Boden. Es gibt ja keine Kontrolle, was mit diesen Geldern passiert. Auf jeden Fall fehlt es nicht am Geld, um Krieg zu führen. Während ja die Regierung in Kiew für die eigene Bevölkerung im Osten des Landes alle Zahlungen eingestellt hat.“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten ... neinander/
-> deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/22/ukraine-russische-soldaten-und-blackwater-soeldner-kaempfen-gegeneinander/
Sarastro
 
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